Alte Hasen und spannende Nachwuchstalente im Motorsport

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22. Dezember 2017

Alte Hasen und spannende Nachwuchstalente im Motorsport

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Alte Hasen und spannende Nachwuchstalente im Motorsport

Der Motorsport bringt immer wieder neue Talente hervor, die sich häufig im Laufe der Jahre als alte Hasen etablieren. Jeder ganz Große im Geschäft hat einmal klein angefangen, vielleicht bereits mit einer gewissen Ahnung davon, was einmal auf ihn zukommen könnte, doch immer ohne zu wissen, wo genau die Reise hingeht. Ein Blick auf einige VIPs der Szene zeigt die steilen Wege bis zur Weltspitze. Was kommt auf die aktuellen Newcomer zu?

 

Lewis Carl Davidson Hamilton, das ist heute ein ganz großer Namen im Rennsport! Die Entdeckung des flinken Briten fand im Jahr 1998 statt, als Hamilton von McLarens Förderprogramm profitieren durfte. Im frühen 21. Jahrhundert folgten prompt die ersten ganz großen Erfolge mit einem Sieg in der Formel-3-Euroserie und im GP2. Seit immerhin 10 Jahren nimmt das Ausnahmetalent nun schon an der Formel 1 teil, davon die ersten fünf Jahre für Mentor McLaren. Bereits die Auftaktsaison brachte ihm den Titel des Vizeweltmeisters ein, im Jahr danach schaffte er es bis auf die oberste Stufe des Podestes, und zwar als jüngster Weltmeister, den die Formel 1 je gesehen hat. 2013 wechselte der Star zu Mercedes, blieb aber der Formel 1 treu, wo seine Fans ihn noch heute Jahr für Jahr bewundern dürfen. Sowohl 2017 als auch 2014 und 2015 blieb Hamilton seiner angeborenen Siegermentalität treu und eroberte wieder und wieder den Weltmeistertitel der Königsklasse.

 

Sébastien Loeb ist bereits ein paar Jahre älter als Hamilton, doch auch er sitzt noch immer fest hinter dem Steuer. Sein unbestrittenes Fachgebiet ist der Rallyesport, sein WM-Debüt gab er im Jahr 1999 und zwei Jahre später avancierte er zum Werksfahrer des französischen Konzerns Citroën. Dem »Super Séb« gelangen sogar noch mehr Weltmeistertitel als Hamilton, er durfte unglaubliche neunmal auf dem höchsten Podest stehen. Auch seine mehr als 1600 WM-Punkte sprechen eine deutliche Sprache, bislang konnte diese Zahl noch niemand übertreffen. Auch die Sportwettenplattform BetStars handelt das Ausnahmetalent regelmäßig als ganz großer Favorit. Der gebürtige Elsässer gilt somit auch mit über 40 Jahren als einer der besten Motorsportler dieser Erde. As sein WM-Beifahrer fungierte stets der Monegasse Daniel Elena: ein starkes Team, das sich erstaunlich lang bewährt hat!

Im Motocross gehört Tony Cairoli zu den absoluten Koryphäen, er blickt inzwischen auf volle 9 Grand-Prix-Siege zurück: Damit darf er sich mit Fug und Recht als einer der größten Motocrossfahrer aller Zeiten bezeichnen! Seine ganz große Karriere nahm 2002 auf einer Yamaha ihren Anfang. 2005 setzte er sich als Weltmeister der MX2-GP Klasse durch, 2007 räumte er neben dem WM-Titel auch noch die britischen Supercrossmeisterschaften ab. Im Jahr 2009 waren dann die MX1-GP Meisterschaften »dran«, die er als unangefochtener Sieger abschloss. Die Titelverteidigung gelang ihm im Anschluss fünfmal in Folge. In den Jahren 2012 und 2013 gewann Cairoli schlichtweg jedes Rennen, bei dem er antrat: eine Sensation, die in der Motocross-Szene für gewaltige Furore sorgte!

 

Doch schon jetzt sprießt der Nachwuchs aus allen Ecken, beispielsweise in Frankreich, wo der 18-jährige Thomas Christol die fünfte Runde der European Autocross Championships für sich entschied. In seinem Camotos RC 4 fühlte sich der junge Mann sichtlich wie zu Hause und ließ das gesamte übrige Fahrerfeld souverän hinter sich. Auch die deutschen Newcomer schlafen nicht, wie zum Beispiel Tom Maier, der 2016 den dritten Lauf der deutschen Autocross-Meisterschaft gewann – und auch zuvor schon durch einen sauberen, schnellen Fahrstil glänzte. Die Straßenverhältnisse waren schwierig, die Fahrbahn regenglatt, und doch schaffte Maier es mit Elan und Ehrgeiz, als Erster durchs Ziel zu gelangen. Seine teilweise erheblich älteren Mitstreiter sprachen dem Nachwuchstalent aus Schwäbisch Hall anschließend ihre Bewunderung aus. Auch der Internationale Lausitz Pokal ging an die Adresse des ambitionierten Frischlings, der sich scheinbar durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Mercedes sorgt ganz offiziell bereits für den passenden Nachwuchs der Nach-Hamilton-Ära: 2016 bereicherten Esteban Ocon und Pascal Wehrlein die Formel 1 direkt nach Rosbergs Rückzug aus dem aktiven Rennzirkus. In diesem Jahr folgte ihnen der Brite George Russel auf dem Fuß, der sich zuvor in der Formel 4 und Formel 3 tummelte und dort immer wieder beachtenswerte Erfolge errang.

Jedem dieser verheißungsvollen Nachwuchstalente steht aktuell noch die ganze Welt der großen Rennarenen offen: Vielleicht befindet sich unter ihnen bereits der 2. Hamilton oder ein neuer Super Séb! Doch das werden wir erst im Laufe der Jahre erfahren, wenn die Newcomer sich etabliert haben und eine ganze Stange von Erfolgen vorweisen können. Wichtig ist vor allem, die Augen weiter offenzuhalten und den Nachwuchs gezielt zu fördern, damit der Spannungsbogen niemals abreißt.

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