Die Geschichte des Autocross

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27. November 2018

Die Geschichte des Autocross

Vorlauf Steinbourg 2016

Die Geschichte des Autocross

Die Pause bis zum nächsten Rennen möchten wir nutzen, um unseren Sport im folgenden Beitrag ausführlich vorzustellen. Wie ist Autocross entstanden, wer war der erste berühmte Fahrer und welche Klassen gibt es?

Autocross ist laut Definition ein Rennen im Sprintstil, das sowohl für Autocross-Fahrzeuge wie Buggys, als auch für Tourenwagen und PKWs offen steht. Im Gegensatz zum Rallyecross müssen die Rennstrecken für unseren Sport nicht permanent bestehen. Sie sollten eine Gesamtlänge von mindestens 600 Metern und maximal 2.000 Metern und einen losen Streckenbelag wie Schotter, Sand oder Erde haben. In Deutschland darf man auch auf asphaltierten oder betonierten Strecken fahren.

Video by Formula Wrong via YouTube

Wo bleibt die Würdigung im Film?

Autocross ist ein spektakulärer Sport. Die Action auf der Strecke hält einem Vergleich mit jedem anderen Autorennsport ohne Schwierigkeiten stand. Ich hoffe daher, dass Autocross auch einmal in einem Hollywood-Film entsprechend verewigt wird. Sportwagenfans können den Ford Mustang in Steve McQueens Filmklassiker „Bullit“ oder in einem der größten Casino-Filmhits mit James Bond in „Diamantenfieber“ genießen. Tuningfans waren vom Toyota Supra aus „The Fast and the Furious“ begeistert, doch wo bleibt der große Auftritt eines Autocross-Fahrzeugs auf der großen Leinwand? Selbst die Formel-1-Fans hatten mit „Rush“ und Daniel Brühl in der Hauptrolle als Niki Lauda ihren großen Film. Vielleicht braucht es einen Auto-interessierten Autor wie Ian Flemming, der seine Leidenschaft für Autos an seine Filmfigur James Bond weitervererbt hatte. Ich hoffe, dass unser großartiger Sport auch demnächst den Sprung ins Kino schafft und so vielleicht noch mehr Fans an die Strecken bringt.

Der eine oder andere könnte davon so animiert werden, sodass er sich vielleicht selbst hinter das Lenkrad setzt. Wir würden uns freuen, wenn unser Sport in Deutschland noch mehr Zulauf bekommt und wir so stärker in den Blickpunkt der Medien geraten.

Ein kurzer Blick in die Vergangenheit

Wann und wie Autocross tatsächlich entstanden ist, ist bis heute nicht ganz sicher. Die ersten Rennen dürften jedoch im Großbritannien der 1940er Jahre gefahren worden sein. In den Rest Europas kam der Sport Autocross erst im Jahr 1968 und zwar nach Österreich. Das kleine 2.000-Einwohner-Dorf Großhöflein im Bundesland Burgenland veranstaltete im Jahr 1968 das erste Autocross-Rennen.

Der Sieger hieß damals Walter Roser in einem Renault Alpine A110. Roser war ein bekannter österreichischer Rallyefahrer. Das Rennen ist historisch noch aus einem anderen Grund sehr interessant. Mit dabei war auch der spätere Formel-1-Weltmeister Jochen Rindt. Die Formel-1-Legende wurde zwar in Mainz in Deutschland geboren, wuchs jedoch bei seinen Eltern in Graz auf und wurde in Österreich zu einer Motorsport-Legende. Zwei Jahre nach seinem Start beim ersten Autocross-Rennen in Großhöflein wurde Jochen Rindt im Jahr 1970 Formel-1-Weltmeister und verstarb im gleichen Jahr nach einem Unfall im Abschlusstraining von Monza.

Der Beste ist ein Deutscher

1969 fand das erste Autocross-Rennen in Deutschland statt. 1976 erließ der Automobilsportverband FIA ein europaweit gültiges Reglement. 1985 wurde der Allradantrieb zugelassen und gilt seither als Muss für eine erfolgreiche Teilnahme an Europameisterschaften. Willi Rösel ist einer der bisher erfolgreichsten Fahrer der Geschichte. Er brachte es in den Jahren von 1979 bis 1985 auf sieben Europameistertitel hintereinander. Basis seines Erfolges waren 42 Einzelsiege.

Autocross Höchstädt 2016 Slider

Die Autocross-Klassen

Bei den Klassen gilt es zwischen den Vorgaben der FIA bei der Autocross-Europameisterschaft, der Deutschen Autocross-Meisterschaft des DMSB und der Autocross-Meisterschaft des DRCV zu unterscheiden.

Die FIA kennt derzeit vier verschiedene Klassen. Dazu gehören das Touring Car (das sind Spezialtourenwagen der Gruppe A), der Juniorbuggy (das sind Specialcrosser bis 600 cm³), der Buggy 1600 (das sind Specialcrosser bis 1600 cm³) und der Superbuggy (das sind Specialcrosser bis 4.000 cm³). Bei allen Fahrzeugen handelt es sich um Autocross-Fahrzeuge mit Zweirad- oder Vierradantrieb. Die Deutsche Autocross-Meisterschaft des DMSB kennt zehn verschiedene Klassen, die Autocross-Meisterschaft des DRCV sogar 14 verschiedene Klassen.

Der DMSB sorgt für Action

In Deutschland ist der Deutsche Motor Sport Bund für die Deutsche Meisterschaft von Autocross verantwortlich. Daneben gibt es noch einige unabhängige Veranstaltungen, die dafür sorgen, dass Autocross in ganz Deutschland intensiv gepflegt wird. Der DMSB ist Mitglied der FIA, Präsident ist die deutsche Motorsport Legende Hans-Joachim Stuck.

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